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Mobil und universell – Dynamische Webseiten optimieren Darstellung auf unterschiedlichen Endgeräten

Mobile Optimierung? Das ist heute keine Frage mehr, sondern selbstverständlich. Mehr als drei von vier Zugriffen auf das Internet erfolgen nicht mehr durch einen Laptop oder PC, sondern durch mobile Devices wie ein Smartphone oder Tablet. Auch Google nutzt für seine primäre Datenbank mittlerweile standardmäßig ausschließlich mobile Webseiten, während der klassische Desktop PC lediglich in Ausnahmen verwendet wird.

Dynamische Programmierung für unterschiedliche Endgeräte

Tablet PC, Laptop oder Smartphone bieten jeweils andere Voraussetzungen für die Darstellung von Inhalten und eine ebenso unterschiedliche Bedienung. Aus diesem Grund sind moderne Webseiten dynamisch aufgebaut und reagieren auf jede Anfrage verschieden. Sie bestehen nicht mehr aus einem festen Inhalt wie Text und Bildern, sondern aus Programmen, die bei jeder Anfrage aus den notwendigen Daten eine individuelle und auf den Browser, das Betriebssystem und die Bildschirmgröße zugeschnittene Version erstellen.

Ein wesentliches Problem ist dabei allerdings schlicht die Vielzahl der Geräte und die daraus resultierenden unterschiedlichen Bedingungen – allen voraus die unterschiedliche Größe der Bildschirme und die optimierte Darstellung in unterschiedlicher Auflösung, ohne dass die Bedienung oder die Lesbarkeit eingeschränkt wird. Der Schlüssel ist das sogenannte Responsive Design. Es besteht aus einer Vorlage und speichert Inhalte getrennt ab, um jeden einzelnen Aufruf individuell zu verarbeiten.

Universelle und einheitliche Standards verwenden

JavaScript und Flash galten lange Zeit als unerlässlich, um eine interaktive Webseite zu erstellen. Sie führen kleine Programme auf dem Rechner eines Besuchers aus und stellen Animationen, Menüs oder auch Spiele zur Verfügung. Allerdings sind sie nur mit einer eingeschränkten Zahl von Endgeräten kompatibel und unterschiedliche Versionen führen zu teilweise erheblichen Schwierigkeiten. Nicht zuletzt aus diesem Grund integriert das 2014 vorgestellte HTML5 diese Funktionen und ermöglicht erstmals interaktive Darstellung ohne zusätzliche Plug-ins.

Das ist insbesondere deshalb wichtig, weil mobile Geräte eine kaum überschaubare Zahl an Betriebssystemversionen und Browsern aufweisen. Obwohl die aktuelle Version des Google-Betriebssystems noch nicht allzu sehr verbreitet ist, wird neues Jahr regelmäßig eine neue Android-Version vorgestellt. Diese wird von den Herstellern allerdings in der Regel nur auf den neuesten Modellen ausgerollt, ältere Smartphones bekommen das Update dann nicht. Darüber hinaus belegen eigenständige Plug-ins Ressourcen wie Speicherplatz und Rechenkapazität und können bei einer fehlerhaften Programmierung das gesamte Betriebssystem instabil machen.

Für mobile Webseiten sollte grundsätzlich auf Erweiterungen verzichtet und ausschließlich HTML 5 eingesetzt werden, um eine maximale Kompatibilität zu erreichen. Dieser Standard wird von allen Geräten unterstützt und bietet erstmals die Möglichkeit, interaktive Inhalte und Multimedia auf unterschiedlichen Plattformen und ohne zusätzliche Software darzustellen.