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Presell Pages – Starke Backlinks

In letzter Zeit liest man immer häufiger über Presell Pages. Dies ist im Prinzip nichts anderes als eine neue Form von Linkverkauf, nur mit dem entscheidend Vorteil, dass dieser Linkverkauf nicht so offensichtlich ist und zusätzlich viel stärkere Backlinks hervorbringen kann. Ich habe mich ein wenig umgeschaut und einige Informationen zum Thema Presell Pages zusammengetragen.

Was ist eine Presell Page?

Eine Presell Page (zu Deutsch Vorverkaufsseite, etwas irreführender Begriff), ist eine Unterseite mit Themenrelevantem Inhalt der einen Link zu einer anderen Seite beinhaltet. Diese Unterseite wird meistens extra im Auftrag eines Kunden erstellt, und zwar ausschließlich für diesen Kunden. Ebenfalls sind auch bereits bestehende Seiten eine Option allerdings muss der Inhalt auch thematisch passen. Am Ende stellt dies einen optimalen Backlink dar: themenrelevante Seite mit eigenem Inhalt, indem der Backlink eingebettet ist. Klar das diese Backlinks extrem begehrt sind und entsprechend Kosten. Als Gegenleistung erhält man einen sehr starken Link. Selbstverständlich mit Keyword und Anchortext ausgestattet.

Voraussetzungen

Grundsätzlich ist es egal, ob eine Presell Page als statische Html Seite (beispielsweise eine alte Homepage) oder eine dynamische auf PHP basierende Seite (Blog, CMS, Forum) aufgebaut ist. Wichtig ist nur, dass jederzeit eine neue Unterseite inklusive Content hinzugefügt werden kann. Eine Webseite wie beispielshalber ein aktiver Blog, ist natürlich für den Kunden von größerem Interesse, da hier oftmals etwas mehr Traffic drin ist. Schöner Nebeneffekt, der sicherlich auch in die Kostenberechnung mit einfließen dürfte.

Page Rank

Eine große Rolle spielt immer noch der Page Rank, je höher umso besser. Allerdings bleibt es abzuwarten, was passiert, wenn der PR tatsächlich von Google abgeschafft wird. Inwiefern sich dies auf die Kalkulation der Presell Pages auswirkt, ist noch nicht abzusehen. Außerdem ist dies nicht der alleinige Faktor, der zur Gewichtung einer Presell Page herangezogen wird.

Qualität eingehender Links

Viel wichtiger ist die Qualität der eingehenden Links und dann erst die Quantität. Wer seine Projekte nur mit Blogkommentaren und anderen diversen Spammy Methoden aufgebaut hat, dessen Seite gilt als labil und abstrafungsgefährdet. Letzteres kann sich unter Umständen dann auch auf die Kundenseite auswirken, was sicherlich nicht gewünscht ist. Eine Ablehnung als Presell Page wäre da nicht verwunderlich. Ansonsten dürfte der Wert der eingestuften Seite ebenfalls recht niedrig ausfallen.

Eine Webseite, die einen gewissen Mehrwert aufweist und somit auch Vertrauen beim Besucher erweckt, erhält mit der Zeit nicht nur wertvolle Links von Dritten, sondern wird auch entsprechend von den Suchmaschinen eingestuft. Ist diese Webseite zudem schon ein paar Jahre online, ist generell eine hohe Einstufung als Presell Page zu erwarten. Eben solche Seiten sind besonders gefragt und werden entsprechend gut entlohnt.

Technische Aspekte

Eine eigene Top Level Domain ist hier eigentlich Pflicht denn nur so kann garantiert werden, dass man tatsächlich Inhaber der Domain ist und dementsprechend die volle Kontrolle besitzt. Kostenlose Anbieter wie WordPress.com oder Blogger.com, können jederzeit den Blog löschen lassen denn der Linkverkauf verstößt gegen deren Nutzungsbedienungen. Wenn dies mitten in der vertraglichen Laufzeit geschieht, wird der Kunde sicherlich sein Geld zurückfordern. Daher lehnen die meisten solche Webseiten kategorisch ab.

Wer in Zukunft zahlreiche Presell Pages anbieten möchte, sollte unbedingt auf unterschiedliche IP Adressen sowie Class C achten. Befinden sich beispielsweise alle Webseiten mit einem Thema auf ein und demselben Server, dem nur eine IP-Adresse zugeordnet ist, werden diese Projekte als Presell Pages schnell uninteressant. Besitzt man allerdings unterschiedliche Themenseiten auf dem Server, sieht die Sache wiederum anders aus. Allerdings sollte man hier auch bedenken, das Suchmaschinen einen offensichtlichen Linkverkauf wesentlich schneller identifizieren können. Ganz zu plump sollte man demnach also nicht agieren. Es gilt, seine potenziellen Presell Pages ordentlich zu verteilen und somit auch das Ausfallrisiko zu vermeiden. Dies gilt übrigens auch bei der Wahl eines geeigneten Hosters.

Meiner Meinung nach haben unterschiedliche IP Adressen nicht mehr ganz so viel Gewicht wie es vielleicht noch vor zwei Jahren war aber ich bin in diesen Dingen alles andere als ein Experte und kann nur aus meinen Beobachtungen und Erfahrungen berichten.

Presell Page von starker Unterseite ableiten

Presell Page

Ich habe schon in der Vergangenheit ein wenig herumexperimentiert und möchte kurz anhand eines Beispiels erläutern, wie man nachträglich eine gute Unterseite als Presell Page erstellt. Idealerweise besitzt die Webseite bereits ein Menü im Kopfbereich, indem sich eine weitere Unterseite verlinken lässt. Der Vorteil dabei, die neue Unterseite profitiert ziemlich stark von der Startseite, welche im Besten Falle die verlinkte Domain darstellt. Also Domain.tld auf Domain.tld/unterseite.html. Besitzt man bereits eine Unterseite, die entsprechend gut verlinkt ist, kann an diese eine Presell Page angehängt werden.

Manchmal sind gerade mehr oder weniger versteckte Unterseiten, besonders interessant. Folgender Fall: Ihr habt ein Webprojekt mit einer Unterseite, auf der ihr Inhalte zum Herunterladen anbietet. Diese erhielt aufgrund der Dateien zahlreiche eingehende Links von Dritten. Allerdings führt von dieser Seite kein Link wieder heraus. Hängt man an diese Seite nun eine neue Presell Page, profitiert diese nun von der Downloadseite und das nicht zu knapp. Die Presell Page wäre also die einzige Unterseite, die davon profitiert. Der Vorteil hierbei ist, wer das Ganze als weiterführende Information zur Downloadseite aufbaut, schickt nicht nur Traffic auf diese Presell Page, sondern sollte auch vor einer möglichen Abstrafung verschont bleiben. Zumindest kann man das Risiko auf ein Minimum reduzieren.

Der Aufbau sowie Pflege von Presell Pages ist aufwendiger als beispielsweise Textlinks. Dafür sind diese für Kunden wesentlich interessanter und für den Inhaber sicherlich auch lukrativer. In Deutschland zeichnet sich langsam ein Trend Richtung Presell Pages ab und es finden sich bereits erste Anbieter. Allerdings ist in den wenigsten Fällen klar, welche Personen oder Firmen dahinter stecken, was nicht unbedingt für großes Vertrauen sorgt.

Einer der renommiertesten Anbieter von Presell Pages ist Teliad *.