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Der Blog für Webmaster und Webworker

Projektplattformen – ein Know How

Der heutige Beitrag ist ein Gast Artikel, der von Wojciech Dziedzic (twago.de) stammt und über Plattformen und die daraus resultierenden Vorteile für Webworker handelt und welche zusätzlichen Möglichkeiten sich durch den Nutzen solcher Plattformen erschließt.

Projektplattform Twago

Projektplattform Twago

Das Internet ist Kommunikationsmittel bzw. Arbeitsplatz von immer mehr Menschen. Die Tendenz ist steigend. Unser Leben wird immer mehr digital. Das traditionelle Arbeitsverhältnis mit einem Vorgesetzten und Festangestellten wird Schritt für Schritt mit einem Freelancer-Auftraggeber-Verhältnis ersetzt. Es gibt unterschiedliche Gründe für die steigende Anzahl der Freiberufler. Zum einen ist es die wirtschaftliche Krise, die schon seit einigen Jahren viele Unternehmen zu enormen Sparmaßnahmen und den damit verbundenen Stellenkürzungen zwingt. Zum anderen finden immer mehr Angestellte das Leben eines Freelancers und die damit verbundenen Entwicklungschancen bzw. Verdienstmöglichkeiten viel attraktiver als ein klassisches Arbeitsverhältnis. Wie auch immer mögen die Gründe sein, merkt man in den letzten Jahren ein großes Wachstum an Freelancern. Das sorgt auch für gewisse Änderungen auf dem Arbeitsmarkt.

Ein Festangestellter kommt jeden Tag zur Arbeit und hat in der Regel klar definierte Aufgaben für den Tag, für die Woche oder für den ganzen Monat. Ein Freelancer muss zuerst Aufträge finden, die Details mit dem Kunden besprechen und erst dann kann die Arbeit beginnen. Es ist vor allem am Anfang etwas schwerer, weil man noch kein Kontaktnetzwerk aufgebaut hat. Besonders viel Zeit hat die Suche nach neuen Aufträgen konsumiert. Das hat sich in letzter Zeit mit dem Launch der sogenannten Projektplattformen oder Marktplätzen zur Vermittlung von Online-Arbeit geändert. Man kann jetzt diesen mühsamen Schritt, die ewige Suche nach neuen Projekten, einfach umgehen, wenn man Nutzer einer der Projektplattformen ist. Dort sucht man die Projekte nicht, sondern die Projekte finden einen. Klingt unwahrscheinlich? Natürlich klopft das Projekt nicht an die Haustür und sagt „hier bin ich“, aber als registrierter Nutzer bekommt man relevante Vorschläge, die zu den angegebenen Skills passen. Deswegen ist es sehr wichtig, dass man sein Profil mit möglichst genauen und echten Angaben ergänzt. Die Nutzung ist bei den meisten Anbietern kostenlos, es gibt aber auch kostenpflichtige Mitgliedschaftsvarianten, die viele zusätzliche Funktionen anbieten und den Weg zu neuen Projekten noch deutlicher vereinfachen.

Diese ziemlich neue aber gleichzeitig sehr innovative Form der Zusammenarbeit ist auch für Auftraggeber sehr praktisch. Sie müssen nur ihre Projekte ausschreiben, wobei auch hier genaue Beschreibungen der benötigten Fähigkeiten von Vorteil sind. Und das ist eigentlich alles, was der Auftraggeber machen muss. Nachdem sein Projekt freigeschaltet wird – diese Verifizierung ist im Interesse der Nutzer, weil dadurch unseriöse Angebote ausgeschlossen werden – bekommen alle registrierten Freelancer, die über gesuchte Skills verfügen, eine Benachrichtigung und können sich für das Projekt bewerben.

Die Projektplattformen haben eine Marktlücke abgedeckt, die schon seit längerer Zeit im Netz existierte. Es gab bisher kein relevantes Angebot für Freelancer. Die meisten Online-Jobbörsen waren im Großteil nur an Festanstellungssuchende gerichtet. Jeder Freiberufler kann jetzt testen, ob solche Art der Zusammenarbeit etwas für ihn ist und ob er davon profitieren kann. Wenn alles gut funktioniert, kann er eine kostenpflichtige Variante in Betracht ziehen.